Rückblick - 169 Jahre Frauenverein

1847

Gründungsjahr

1883

Erste Aufzeichnung in unseren Akten

1930

Präs. Frau Pfr. Egloff
Weihnachtsgabenverteilung: Leintücker, Lismer, Fr. 5.-, Finken, Unterrock, Ovomaltine, Brikets

1935

Ein Bilett nach Basel Fr. 4.70

1936

Unterstüzung von 7 Konfirmanden mit Stoff für schwarzes Kleid. Weihnachtsgaben: Ovomaltine, Butter, Wolle und Faden.

1938

106 Mitglieder, als Abschluss der Versammlung trägt Frl. Matter das hohe Lied der Liebe vor.
Vortrag mit 100 Personen im Schulhaus. Thema: Was sollen wir Schweizerfrauen für die Heimat tun?
Die Referentin, Frau Reich belehrt uns, dass jede Frau im kleinen Staat der Familie treu zu wirken habe, um von da aus mehr Segen fliessen zu lassen und dazu gehörten auch die erhobenen Gebetshände.
Am 13. Sept. machte man einen Ausflug zum Seealpsee.

1939

Mit einem Paket der Winterhilfe konnte man Arme unterstützen. Spezereigutscheine von Fr. 8.-, Milchscheine für 30 l
Man richtete eine Nähstube ein, um die Wäsche von armen und alleinstehenden Soldaten zu flicken.
123 Kinder aus der Stadt und Vorstadt konnten an Weihnachten mit nützlichen Kleidungsstücken beschenkt werden.

1940

An bedürftige Wöchnerinnen ein Schlüttli und ein Häubchen
An Konfirmanden ein Paar hohe Schuhe
Fr.6.65 für ein Bilett nach Herisau um den kranken Gatten zu besuchen.
Der freie Zusammenschluss der evang. Frauenvereine Rheintal.
Weihnachten stand ganz im Zeichen des Krieges. Nur mit den Textilkarten und deren Coupons war es dem Frauenverein möglich Kleider für Bedürftige zu beschaffen.
Neben Leibchen, Hemd und Hose wurden Leintücher und Stoff für einen Bettanzug verschenkt, sowie Stoff für einen Laubsack.
Der Film „Elli Schermann, eine von vielen“ konnte in der Kirche nicht gezeigt werden, da wegen Sparmassnehmen nicht geheizt wurde.
Da die Aktuarin ein Augenleiden hatte wurde keine Protokolle mehr geschrieben.

1941

Es gebe nicht mehr so grosse Weihnachtspakete, nur noch im Wert von
Fr. 2.30. Trotzdem konnten 120 Kinder beschenkt werden.

1943

105 Kinder erhielten im 5. Kriegswinter Pakli mit noch „recht guten Wollsachen“. Auch die Holzschuhe und Finken durften sich in der Qualität sehen lassen. Dass es keine Pfünderli mit Wurst gab, war den Kindern klar, bei diesem Couponhandel.
Die Bürgerheiminsassen erhielten ein Kriegspaket:
1 Milchbrot, 1 Taschentuch, 1 Schokolade, den Rauchern anstelle von Schokolade ein Paket Tabak.

1945

Die HV in der Harmonie am Stossberg wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, wegen der ernsten Kriegslage in der nähe unserer Grenze. Später beschloss man die HV ganz fallen zu lassen.
Weihnachten 45 wird die Rationierung aufgehoben.

1946

Man macht bei der Grenzsammlung mit. Bettwäsche für das Spital Friedrichshafen und Schuhe und Kleider für die Zivilbevölkerung. Man war jedoch etwas zurückhaltend bei uns, denn man hörte, dass bei solchen gemeinsamen Sammelaktionen vor allem Katholiken unterstützt wurden. Man wollte zuerst noch mit Pfr. Gutknecht in Marbach Kontakt aufnehmen, der sich bei solchen Sammlungen gut auskannte.
Die Fenster und Türenfabrik stellt für Fr. 58.- Bettstellen aus roher Tanne her, für einen Laubsackeinsatz.
An stelle von Holzschuhen werden nun Lederschuhe verschenkt.

1947

100 Jahre FV, eine bescheidene Feier mit einem Bazar zugunsten des Kindergartens. Der Frauenchor anerbot sich zu einer Gesangsdarbietung.
Präs. Rösli Bruderer.

1948

80 Mitglieder meldeten sich zum Kurs für Krankenpflege.
Säuglingskurse
Beitritt zum schweiz. evang. Frauenbund

1949

Nähkurse
man spricht bereits von einer Heimpflege

1950

Frau Müller-Vetsch Präs.
Kleidernähkurse, Knabenhosennähkurs, Flickaktion
Wöchnerinnen werden besucht und Bedürftige erhalten die Säuglingsausstattung.
Die Töchter der jungen Kirche stricken fleissig Kniestrümpfe und Höschen.

1952

Die Nähkurse kommen nicht mehr so an, man macht Bastelkurse.

1954

An der HV werden die Mütter gebeten der Zahnpflege ihrer Kinder grösste Beachtung zu schenken.

1956

Regelmässige Mütterabende erfreuen sich grösster Beliebtheit
Erziehungsfragen stehen im Mittelpunkt.

1958

Nur 55 Frauen an der HV. Man hat mehr erwartet und sucht den Fehler im Datum, denn im Mai sind alle Frauen am Früh-Jahrsputz.

1953

Heimpflege gegründet.
Eröffnung der Brockenstube.
Alljährlicher Narzissenverkauf aus dem Welschland, Fr. 2.- pro Strauss.
Die Heimpflege ein Wagnis, mit Fr. 700.- als gesammeltes Anfangskapital und dem späteren Legat von Custos Moser konnten 1-2 Heimpflegerinnen angestellt werden.

1960

Eine Dame hat dem FV Fr. 2000.- vermacht. Die Erben melden sich und begründen, dass sie das Geld dringend brauchen würden, worauf man auf die Hälfte des Legates verzichtete.

1962

HV Vortrag: Wir Frauen und die Männer.
Mit dem Legat von Custos Carl Moser gab es eine stürmische Zeit, aber die Wogen glätten sich wieder.


1963

Abendverkauf in der Brockenstube, damit die italienischen Gastarbeiter einkaufen konnten.
Die traditionelle Bratwurst nahm man nach der Sitzung ungebraten heim, da die Mägen sonst schon voll waren.

63-70

Verschiedene Kurse, Adventsfeier, Weihnachtspäckli Heimpflege, Brockenstube

1972

Macht GR U. Sprecher an der HV die Frauen darauf aufmerksam, dass mit der Einführung des Frauenstimmrechtes ihre Möglichkeiten die Geschicke unseres Gemeinwesens zu beeinflussen gewaltig gestiegen seien.
125 Jahre FV. Der Rückblick damals, verfasst von M. Höber wurde in der Zeitung als kleines Kunstwerk von Rang gelobt.
Die Kommission machte als Nachfeier einen Ausflug ins Appenzellerland.
Nach der Sitzung gab es Fondue.

1974

20 Jahre Heimpflege – 20 Jahre Brockenstube
Regelmässige Diskussionsgruppen in der Heimpflegestube im Kratz. Themen wie: Schwangerschaftsabbruch, oder wie verhalte ich mich, wenn meine 17 jährige Tochter die Pille will.

1979

25 Jahre Heimpflege und Brockenstube

1982

Margrit Höber wird Präsidentin.

1988

Immer wieder Bazare

1991

Mütterrunde gegründet zusammen mit der FMG

1995

Doris Jenny wird Präsidentin

1996

Kathrin Hanselmann Präsidentin

Statutenänderung: neuer Name „Gemeinnütziger Frauenverein Altstätten“. Das löste an der HV eine grosse Diskussion aus über das Weglassen von „evanglisch“. Abstimmung: 36 zu 13 für den neuen Namen.

1998

Regionaltreffen in Altstätten, Referentin Helga Klee: „Wichtiges für die Pressearbeit“

1999

Spende Fr. 5'000 als Beitrag für den Erlebnisgarten Jung Rhy. Damit wird die Anschaffung eines Brunnens ermöglicht.

Hanny Fuchs wird Präsidentin

Zusammen mit dem Frauenverein Rebstein machen wir an der SGF-Woche mit. Stand in der Marktgasse mit Glücksrad, Verkaufsgegenständen aus Hindelbank und Eigenproduktion.

2000

Umzug Brockenstube an die Obergasse, Schelmenturm

25 Anteilscheine fürs Haus VIVA gezeichnet (Fr. 25'000)

Gründung Sozialunterstützung. Pflichtenheft: 3 Personen (eine Vertreterin des Vorstandes) behandeln die Anfragen zur Unterstützung von benachteiligten Personen und Familien. Sie areiten eng mit dem Sozialamt, den sozialen Diensten Oberrheintal und der Musikschule zusammen. Sie verfügen  über ein eigenes Budget und führen eine eigene Rechnung.

2001

Einweihung Brunnen Jung Rhy

Verein Familienhilfe wird aufgelöst. Der jährliche Beitrag von 5'000 Franken entfällt. Mit ein Grund für die Gründung der Sozialunterstützung.

2002

März: Letzter „Frauezmorge“ nach 17 Jahren. Heidy Müller und Lisbeth Aigner treten von dieser Aufgabe zurück.

Neubau Altersheim VIVA: Spende Fr. 10'000 für die Aussenbänklein

2003

Erneuerung der Statuten

Spende 2'000 Franken an Buchprojekt zum Kantonsjubiläum „Von raben-schwarz bis blütenweiss“. Genehmigung an HV 2000, Lesung durch drei Autorinnen an vereinsinternem Anlass im Frauenhof.

2005

Regionaltreffen organisiert: Stadtführung, Konzert und Apéro im Göttersaal. Spezieller Gast Margrit Lienhard, Redaktorin der Verbands-zeitung „Ideelle“.

2007

Spende für Musikzentrum Chunrat: 25'000 Franken Beitrag an den Saal

2008

Präsidentin neu: Hanni Ughini.

Im Juni Feier: 55 Jahre Brockenstube Altstätten und Einweihung der neuen Beschriftung.

2010

Sonja Eisenhut wird an der HV mit einer speziellen Laudatio von Erika Bruhin nach 15 Jahren Kassierin und Organisation Pflegeheim-Besuche in die Reihen der Ehrenmitglieder aufgenommen. Die Besuche im Pflegeheim organisiert sie weiterhin.  

2011

2012

Am ersten ArtGarden der Stadt Altstätten leitet Carmela Dürr im Namen des Vorstands bei Bluama Judith die „Frühlingslounge“. Gemeinsam mit vielen freiwilligen Helferinnen erwirtschaftet sie 7'777 Franken, die als Spende ans Ronald McDonald Haus St. Gallen gehen.

152 Mitglieder nehmen an der 152. HV teil. Das VIVA wird zu eng. Das Vermögen beträgt rund 333'000 Franken. Die Sozialunterstützung soll wieder 15'000 Franken erhalten. Dazu sind weitere 5'000 Franken für Spenden budgetiert. Im Traktandum 9 beschliesst die HV zusätzlich 18'000 Franken für die Aufrechterhaltung einer Hortgruppe ans Kinderheim Bild zu überweisen. Der Beschluss erfolgt für die Jahre 2012, 2013 und 2014. Ein Abbau des Vereinsvermögens wird damit in Kauf genommen.

2013

Erste HV im Hotel Sonne. Jeannette Lapp Bösch berichtet aus dem Kantonalvorstand. Die Sektionen SG/AR haben gesamthaft 9'800 Franken für die Autismushilfe und 4'900 für Burrell, das SGF-Projekt in Albanien gespendet. Der GFA hat grössere Beträge dazu beigesteuert.

Am Mai- und Augustmarkt haben Aktionen vor der Brocki statt gefunden. Mit selbstgenähten Stoffherzli und Guetzli werden zusätzlich zu den budgetierten Spenden 1'965 Franken an die Ronald McDonald geriert.

Das Mützenprojekt beschäftigt den Vorstand fast das ganze Jahr. Kerzen Hongler spendet Wolle für 2'000 Franken, viele Mitglieder inkl. Vorstandsfrauen und Brocki-Mitarbeiterinnen häkeln gesamthaft 200 Mützen. An der Weihnachtsausstellung von Kerzen Hongler werden sie verkauft. Der Erlös von 4'000 Franken wird je zur Hälfte ans Schlupfhus in St.Gallen (Kinder in Not) und an Josef Felber für das Waisenhaus Nuru in Tansania überwiesen.

2014

Die HV bewilligt die Erhöhung des Mitgliederbeitrags auf 25 Franken. Sonja Eisenhut gibt die Organisation des Besucherdiensts im Haus Sonnengarten an Trudi Stieger ab. Zusätzlich zu den budgetierten Spenden werden an den grossen Märkten mit speziellen Aktionen 1'000 Franken für den „Entlastungsdienst für Familien mit Behinderten“, 1'150 Franken fürs Solidarnetz Ostschweiz und 1'800 Franken für die Kinderspitex Ostschweiz erwirtschaftet.

2015

Der Vorstand beschliesst, sich für die Organisation der GV des SGF 2017 zur Verfügung zu stellen. An den grossen Märkten werden zusätzlich zum Budget je 1'000 Franken erwirtschaftet: Mai-Markt „Kinderhort Bild Altstätten“, August-Markt „Entlastungsdienst für Menschen mit einer Behinderung“, Klaus-Markt Kinder-Spitex.

Ergänzt im April 2016 ju